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Donnerstag, 15. April 2010

Rakete-Reus zur WM?!


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Mönchengladbach –

Jürgen Klinsmann überraschte 2006 mit David Odonkors WM-Nominierung, Jogi Löw 2008 mit Marko Marins Mitnahme zur EM-Vorbereitung. Springt Marco Reus noch auf den Zug zur WM 2010 auf? Drei Tore in den letzten vier Spielen - jeweils zum wegweisenden 1:0 - sprechen für Rakete Reus.

„Es gibt nie ein zu früh. Wenn man an einer WM teilnehmen kann, dann ist es immer schön, egal, ob man 33, 28 oder 17 Jahre alt ist“, macht sich Roel Brouwers für seinen Teamkollegen stark. „Marco bringt gute Leistungen und ist ein junger Spieler. Das wäre sicher schön für ihn. Er hat seine Aktionen und kann Spiele entscheiden.“ Wie gegen Mainz (2:0), in Hamburg (3:2). gegen Schalke (1:0), Bremen (4:3) oder Frankfurt (2:0). Reus: „Ich hätte gegen die Eintracht gerne weitere Treffer erzielt und ärgere mich, dass wir nicht effektiver unsere Möglichkeiten ausgenutzt haben.“

Und wie schätzt der 20-Jährige seine Last-Minute-WM-Chance ein? „Ich weiß, dass ich die Möglichkeiten dazu habe und dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen.“
Quelle Express

Die Bild berichtet:
Gladbach feiert Marco Reus (20). Beim 2:0 gegen Frankfurt machte der Angreifer, der für 1 Mio Euro aus Ahlen kam, sein siebtes Saisontor (die letzten fünf jeweils zum wichtigen 1:0).

Bundestrainer Löw schaute sich zuletzt Reus beim Spiel in Stuttgart an.

Reus: „Ich weiß, dass ich beobachtet werde. Eine große Anerkennung für meine Leistung.“

Startet er nun im Sommer durch wie einst David Odonkor? Der wurde 2006, ohne ein Länderspiel auf dem Konto, von Jürgen Klinsmann völlig überraschend in den WM-Kader berufen. Auch Reus hat bisher nur U21-Erfahrung.

Miese Laune bei Frankfurt: Trainer Skibbe nahm sich sein Team gestern zur Brust: „Ich habe sehr klar gesagt, dass diese Leistung nicht in Ordnung war.“ Kapitän Christoph Spycher (32) erlitt einen Teilriss des linken Innenbandes, fällt wohl bis Saisonende aus.

RP-Online.
(RP) Er wirkt nicht einfach ganz cool, sondern immer noch ein bisschen verlegen. Marco Reus mag ein großer Fußballer werden, aber wohl kaum einmal ein gewandter Medienstar – auch wenn die sich schon jetzt immer mehr auf ihn stürzen.


Borussias Senkrechstarter der Saison kommentiert das, was er auf dem Platz bringt, ganz unaufgeregt. Die Aussage, der 2:0-Sieg vergangenen Freitag gegen Frankfurt sei "ein super Gefühl" gewesen weil damit der Klassenverbleib wohl geschafft sei, ist schon so etwas wie ein Superlativ der Freude für einen wie Marco Reus. Was ihn nicht unsympathisch macht – im Gegenteil.

Nun, da der 20-Jährige mit dem 1:0 gegen Frankfurt sein siebtes Saisontor erzielt hat (drei davon in den letzten vier Spielen) und neben Roel Brouwers Borussias erfolgreichster Schütze ist, geht der "Hype" vom vergangenen Herbst, wie er es sagt, noch mehr los. Schafft er gar noch den ganz großen Sprung: in einem knappen Jahr vom zehnten Platz mit Ahlen in der Zweiten Liga über Gladbach ins Aufgebot für die Weltmeisterschaft 2010?


"Darüber habe ich noch nicht nachgedacht", behauptet Reus. "Ich versuche einfach gut zu spielen. Ich hatte im Sommer nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde. Aber wenn ich im Training hart an mir arbeite, dann kommt der Rest von alleine. Und mit den Siegen und guten Leistungen wächst das Selbstvertrauen."

Natürlich weiß der immer noch ein wenig schmächtig wirkende Junge ("Wäre ich kompakter, ginge etwas von meiner Schnelligkeit verloren"), dass Bundestrainer Joachim Löw Ostersamstag beim Spiel Borussias in Stuttgart auf der Tribüne gesessen hat – aber gewiss nicht nur wegen Marco Reus.

Auf den Vergleich mit dem früheren Dortmunder David Odonkor, den Löw-Vorgänger Jürgen Klinsmann 2006 mit zur WM nahm, ohne dass er auch nur ein A-Länderspiel bestritten hätte, mag Marco Reus nicht eingehen. Darüber nachdenken aber wird er wohl schon. Wie über so manches, was im letzten halben Jahr über ihn hereingebrochen ist.

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